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Zur Einschätzung der hormonellen Situation und als Therapiegrundlage bevorzuge ich aus folgenden Gründen eine Speichelanalyse:

  • Der Speicheltest gibt Auskunft über die den Zellen zur Verfügung stehende biochemisch aktive Hormonmenge.
  • Die im Blut gemessenen Hormone sind dagegen zu 95% an Proteine gebunden und stehen den Zellen in dieser Form nicht zur Verfügung.
  • Die Messwerte des Speicheltestes zeigen also die tatsächlich wirksame Menge an Hormonen, während der Bluttest Rückschlüsse auf die Produktionsfähigkeit der Drüse ermöglicht.


2003 erschien im Journal of Clinical Chemistry, der führenden Fachzeitschrift für analytische Chemie eine Publikation einer französischen Arbeitsgruppe, um Taieb et.al, über einen Vergleich aller gängigen kommerziellen Testmethoden für das Serum-Testosteron. Das Resultat dieser Studie war, dass es keine kommerzielle Testmethode gibt, die in ausreichender Qualität das Testosteron bei Frauen oder Kindern bestimmen kann. Es wurden große Abweichungen von der Referenzmethode gefunden. Im Jahre 2007 gab es dann ein offizielles Statement der US Fachgesellschaft für Endokrinologie, dass diese Testmethoden nicht mehr für die Bestimmung von Testosteron bei Frauen und Kindern verwendet werden sollen.
Weiter hat man bei der Blutentnahme immer nur einen Wert. Hormone werden aber nicht in gleichbleibenden Mengen ausgeschüttet sondern es gibt beträchtliche natürliche  Schwankungen innerhalb weniger Stunden.
Bei der Speichelanalyse trägt man dieser Tatsache Rechnung, indem im Abstand von jeweils einer halben Stunde 5 Proben entnommen werden.
Die Speichelgewinnung ist nicht invasiv und kann vollkommen schmerzfrei zu Hause erfolgen. Auch für Kinder ist sie deshalb bestens geeignet.