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In den Jahren nach dem Chinarindenversuch prüfte Hahnemann an sich, seinen Familienmitgliedern sowie ausgewählten Personen zahlreiche weitere Arzneien, um deren Wirkungen und somit ihre Einsatzmöglichkeiten herauszufinden.
Diese Prüfungen unterlagen strengen Regeln, um die tatsächliche Arzneiwirkung von anderen Zufällen trennen zu können. Außerdem wurde eine Substanz an mehreren Personen unterschiedlichen Alters und Geschlechtes geprüft.

Die Sammlung dieser Symptome bezeichnete er als Arzneimittellehre.
Für die Ausübung der Homöopathie ist dieses Werk, zusammen mit dem „Organon der Heilkunst“, bis heute die Basis.

Die Regeln für eine Arzneimittelprüfung findet man im „Organon der Heilkunst“ in mehreren Paragraphen, abschließend schreibt Hahnemann in § 144:
„ … Von einer solchen Arzneimittellehre sei alles Vermuthete, bloß Behauptete, oder gar Erdichtete gänzlich ausgeschlossen … “

Geprüft wurden bis heute nur Einzelmittel, nur deren Wirkungsspektrum ist uns bekannt und kann zur Mittelwahl oder Verlaufsbeurteilung herangezogen werden.